Ein roter Teppich für: Max Paul Maria

09.05.2011 22:44, vor 1 Jahren

Ein Park & Ride Parkplatz, irgendwo an der A5.

Zwei Jungspunte rollen im weißen Merzedes vor – in einem dieser älteren Modelle in Schiff-Form. Ich steige ein und freue mich zusammen mit dem wiener Mitfahrer auf eine kurzweilige Fahrt nach Berlin.

Interessanterweise machen sie beide Musik, der Junge aus Wien spielt Samba, der Berliner (und Ex-Freiburger) Fahrer (unten auf dem Bild) die Gitarre. Und er singt, mit rauer Stimme. Musik mache er, nebenbei noch studieren. Sein Hemd ist hochgekrempelt, die Haare zerzaust. Er spricht verhalten, innerlich irgendwie zufrieden.

Ich fahre mit Max Paul Maria – seine drei Vornamen ergeben den Künstlertitel – in die Hauptstadt, im Hintergrund singt Bob Dylan über den eingesperrten Boxer, die Sonne scheint, alles wirkt auf magische Weise einfach.

Zuhause angekommen höre ich dann mal rein, was der Junge auf seiner Reise durch den Mittleren Westen mit seinem Großmembran-Mikrofon alles aufgezeichnet hat. Man solle sich nicht wundern, "wenn ab und zu im Hintergrund ein Zug vorbeifährt", oder so. Das mag er wohl – aufnehmen in einer improvisierten, aber dafür authentischen Umgebung. Kann ich gut nachvollziehen, denke ich, und erinnere mich an meine Kopfkissen-Mikrofon-Schrank-Konstruktion in einem Pariser Wohnheim (Bild). 

Ich drücke auf Play und bin bald ein wenig begeistert. Hier will ich euch einen seiner besten Songs vorstellen: Max Paul Maria – Miles & Gallons.

— Karl Trompete



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