Dandy jr.

Kaum hat man es sich bequem gemacht im alltäglichen Einerlei da zieht einen der Hotz’sche Rhythmuschef Daniel Heitz in die Ferne – willkommen, herein nach Karagandy, viertgrößte Stadt Kasachstans. Denn dort hat der ebenso fleißige wie kongeniale Beatschopfer sein nach dem Hauptaufenthaltsort der Reise in die Ferne benanntes Solo-Debüt vorgelegt. Genau dieses hält mal eben mehr als überhaupt versprochen war und wirft auch noch alle Grundsätze und Regeln über Bord. Da purzeln in haarspalterischer Feinstarbeit ausgeklügelte kryptische Rhythmen aus den Boxen während Daniel wunderschönste Klanglandschaften um einen herum schachtelt. Die Bassdrum streichelt und haut, die Synthies quengeln und lobpreisen und man selbst weiß gar nicht wohin, so irre ist dass wo man sich wiederfindet. Laut Daniel will das Werk „am besten in einer Großstadt, mit einem Glas Skyy-Vodka auf Eis in der Hand, auf einem Balkon über einer vierspurigen Straße, und tief in der Nacht“ gehört werden. Das klingt sinnvoll, aber unserer Meinung nach nicht genug. Immer hören. Und wieder. Nochmal. Jetzt. 

Unbestechliches Rotschopf-Urteil: Hotz Junior wandelt gewagt, experimentell, durchbricht Grenzen in einer Welt sans-frontieres, reißt mit und vor allem: verändert dein Leben!

 

 

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